Regina Weiss & Benno Hinkes. Glances & Traces

Ausstellung

Contemporary Sculpture Beyond Abstraction and Figuration.

Was erzählt ein Fußboden über die Menschen, die einst ein Zimmer bewohnten? Und bleiben Blicke in den Dingen haften, die wir betrachten, auch wenn wir selbst längst vorübergegangen sind? In ihren neuen Arbeiten befassen sich Regina Weiss und Benno Hinkes mit dem, was an sich nicht darstellbar ist: den flüchtigen Blicken (engl. glances), die wir auf Dinge werfen und den ephemeren Spuren (traces), die menschliches Leben hinterlässt. Den Begriff der Bildhauerei interpretieren sie dabei auf eigene Weise, indem sie Objekt, Installation, Zeichnung, Video als gleichberechtigte Mittel sehen, um Fragestellungen, die aus dem plastischen Arbeiten erwachsen, auf künstlerisch-forschende Weise nachzugehen. Dabei hinterfragen sie nicht nur ihr eigenes Arbeitsmedium, sondern auch ein übliches Verständnis von Architektur als dauerhaftes, statisches, materielles Gebilde und stellen diesem den Gedanken der alltäglichen Erfahrung von gebauten Umwelten gegenüber.

Regina Weiss lebt und arbeitet als Bildende Künstlerin in Berlin. Ihre Ausbildung erhielt sie an der Kunsthochschule Dresden und dem Royal Institute of Art Stockholm. Später folgte ein Meisterschülerstudium bei dem konzeptionellen Bildhauer Prof. Martin Honert und ein Postgraduiertenstudium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee im Bereich Raumstrategien. Weiss Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt, so in der städtischen Galerie für Gegenwartskunst Kunsthaus Dresden, im Kölnischen Kunstverein, dem Kulturhuset Stockholm, auf der First Biennial of Young European Art, Warschau und der Biennale Regard Bénin, Porto-Novo. Weiss wurde mit einem HWP-Bundesstipendium für Frauen in Forschung und Lehre ausgezeichnet und war Stipendiatin der Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank. Ihre Arbeit erhielt diverse Projektförderungen, so durch das Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden, den Freistaat Sachsen, den Bezirkskulturfonds Berlin und die Hermann Ditze-Stiftung, Hamburg. Zuletzt wurde eine ihrer Arbeiten aus der Reihe „Stadt im Vorrübergehen“ mit einer Auszeichnung beim Neuköllner Kunstpreis 2018 versehen.
www.regina-weiss.de

Benno Hinkes ist Bildender Künstler mit dem Schwerpunkt zeitgenössische Skulptur und Rauminstallation. Er studierte an der Kunsthochschule Dresden und dem Wimbledon College of Art, London. Später folgte ein Meisterschülerstudium bei Prof. Martin Honert, Dresden. Seine künstlerische Arbeit wurde bislang in ca. 40 Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland und international gezeigt. Eine Einladung als Visiting Artist durch die Columbia University, NY führte ihn in die USA, wo er begann, seine künstlerische Auseinandersetzung mit gebauten Umwelten theoretisch zu erweitern. Auf Recherchen an der University of Chicago folgte eine mehrjährige künstlerisch-wissenschaftliche Promotion am Goldsmith College, London und der HfbK-Hamburg. Hinkes erhielt für seine künstlerische Arbeit diverse Preise und Stipendien, so eine Auszeichnung für die beste Abschlussarbeit an der Kunsthochschule Dresden, den New York-Förderpreis der Philip-Morris-Kulturstiftung, ein DAAD-Stipendium Lond on (u.a.). Hinkes ist Autor des Buchs „Aisthetik der gebauten menschlichen Umwelt“, das sich mit zeitgenössischer Installationskunst als Mittel der Untersuchung und kritischen Veränderung alltäglicher Lebensräume befasst.
www.benno-hinkes.de

Vernissage 08.12.18, 19.00 Uhr

 

Termine

So 09.12.2018 Uhr (Ganztägig) bis Fr 04.01.2019 Uhr (Ganztägig)
Eintritt: 
Eintritt frei