Reflexionsraum für Unsagbares – Darf politische Korrektheit diskutiert werden?

Online Seminar

Referent*innen: Nora-Helene Scholz, MA Soziologie, Supervisorin, Erlebnis­pädagogische Prozessbegleiterin; Claudia Fränkel, MA Friedens- und Konfliktforschung, Bildungsreferentin AGJF Sachsen e. V.

Sprache ist ein wichtiges Instrument (sozial-)pädagogischer Arbeit und von Beratungs­arbeit in Bildung und Jugendhilfe. Sprache hilft Vertrauen zu schaffen und positive, wertschätzende Beziehungen aufzubauen. Die Auseinandersetzung mit der Macht von Sprache und ihren möglichen Wirkungen ist daher insbesondere in diesem Kontext sinnvoll und wichtig. Nicht selten forciert eine unsensible Sprache Ausgrenzung und Diskriminierung, ohne dass die*der Sender*in es beabsichtigte. Doch die „Renovierung“ von Sprache und Öffentlichkeitsarbeit hin zu sogenannter politischer Korrektheit hat ein solches Tempo aufgenommen, dass viele das Gefühl haben, nicht mehr hinterherzukommen. Zeit zu verstehen und zu reflektieren fehlt oft. Reaktionen auf „nicht politisch korrekte“ Sprache wirken teilweise hart und rechthaberisch. Die eigenen Unsicherheiten und Widerstände hingegen machen uns manchmal eng und mürrisch.
Das Seminar will den Raum für Reflexion und Diskussion von Argumenten zwischen „Das sagt man nicht!“ und „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!“ eröffnen. Es geht um die Auseinandersetzung mit Meinungen und Haltungen, die für eine gerechte und bewusste Sprache werben.

Anmeldung bitte mit kurzer formloser Info und Nennung des Seminartitels per E-Mail an anmeldung@ibas.berlin.
Ein Einladungslink für das Meeting bei „Zoom“ folgt dann. Die Teilnahme ist kostenlos.

Termine

Fr 16.04.2021 | 09:00 Uhr bis 11:30 Uhr
Eintritt: 
frei