Karagörlz

Theater / Premiere
Leaving earth but holding on to humanity

Wir befinden uns im Jahr 2621. Die Menschen haben die Erde längst verlassen. Auf dem neuen Planeten soll alles effizienter, minimalistischer und sowieso besser werden. Good vibes only! Es steht nur eine Entscheidung aus: Was nehmen wir mit, was lassen wir zurück? Denn der Speicherplatz ist begrenzt, die Ressourcen ebenfalls. Es tagt der letzte Kongress zur Entscheidung über die Löschung oder Erhaltung des performativen immateriellen Kulturerbes über eine der größten Kult-Bewegungen überhaupt: KARAGÖRLZ.

Aber wer waren sie? Die Daten über ihre Entstehung gibt es nicht mehr. Man erzählt sich, dass es im Frühling während des Covid-Lockdowns begonnen haben muss. Über die Jahrhunderte hinweg ebbte der Kult ab und lebte wieder auf – mal als Computerspiel, mal als Sprichwort. Karagörlen wir nicht alle von Zeit zu Zeit?

Karagörlz: Leaving Earth But Holding On to Humanity entwirft eine Komik-Tradition und geht gleichzeitig der Frage nach, ob wir nicht längst jenseits des Zeitalters der Traditionen sind. Wie sähe überhaupt eine Tradition aus, die uns in 600 Jahren etwas über unsere Zeit erzählt? An diesem Abend im Jahr 2621 werden 50 Vertreter*innen der Menschheit noch einmal auf die Erde eingeladen, um darüber abzustimmen. Die eigens für diesen Anlass entwickelte PRESENT–I–I–I wird durch den Abend führen.

Von und Mit:

Regie, Text, Performance: Neslihan Arol
Dramaturgie, Stückentwicklung: Jule Sievert
Video: Zé de Paiva & Kathleen Kunath
Licht: Karel de Wit
Bühnenbild: Jule Saworski
Bühnenbildassistenz: Chloe Kelly
Produktionsleitung: Līga Megne
Spielberatung: Mustafa Çiçek
Pressebetreuung: Marie Gamillscheg

In Koproduktion mit dem tak - Theater Aufbau Kreuzberg, gefördert von dem Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Frankfurter Stiftung: maecenia für Frauen in Wissenschaft und Kunst sowie der Projektförderung durch die Kommission für künstlerische und wissenschaftliche Vorhaben, des Berlin Centre for Advanced Studies in Arts and Sciences/ Graduiertenschule und der Frauenbeauftragten der Universität der Künste Berlin. Mit freundlicher Unterstützung der Kulturinitiative Förderband gGmbH.

 

Termine

Mi 22.09.2021 | 20:00 UhrDo 23.09.2021 | 20:00 UhrFr 24.09.2021 | 20:00 UhrSa 25.09.2021 | 20:00 UhrSo 26.09.2021 | 20:00 Uhr
Eintritt: 
12 € / erm. 8 €