Éva Fahidi. Sea-Lavender oder die Euphorie des Seins

Tanztheater
  • Sea-Lavender oder die Euphorie des Seins

The Symptoms, Budapest. Deutschland-Premiere
Ein Zusammenspiel zweier Frauen: Die 90-jährige jüdisch-ungarische Auschwitz-Überlebende Éva Fahidi trifft auf die junge Tänzerin Emese Cuhorka.

Éva Fahidi, Budapest: Meine ersten Erinnerungen gehen zum Tanzen zurück. Ich tanze vor einem dreiteiligen Spiegel, Saint-Saëns wird gespielt ..., meine Mutti lobt mich, wie geschickt ich bin.

Später – nach Auschwitz und dem Holocaust – wird Éva, zwanzigjährig und allein, ins ungarische Debrecen zurückkehren: Ihre Mutter und ihre kleine Schwester wurden vor ihren Augen von Mengele noch an der Rampe selektiert und in Auschwitz ermordet, der Vater wurde Opfer der Haftbedingungen. Seit 2004 widmet sich Éva Fahidi der Erinnerung an ihre Familie und an all die anderen Opfer, die sie an sich vorbei in die Gaskammern gehen sah: Ich rede meinen Holocaust aus mir heraus. Täte ich es nicht, wäre ich im Irrenhaus. Mit dem Tanz kann man sich ganz genau ausdrücken. Die Budapester Tanzcompagnie „The Symptoms“ hat mich entdeckt und adoptiert: Wir wollen etwas Haltbares und Denkwürdiges schaffen.

Ein biografisches Tanztheaterstück, in ungarischer Sprache mit deutschen Übertiteln.

Ihre Lebenserinnerungen hat Éva Fahidi in dem Buch Die Seele der Dinge niedergelegt, das 2011 im Berliner Lukas Verlag erschienen und am Abend erhältlich ist. Im Januar 2015 sprach Éva Fahidi gemeinsam mit der Bundeskanzlerin in der Gedenkveranstaltung des Internationalen Auschwitz Komitees zum 70. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz.

Regie: Réka Szabó
Mit: Éva Fahidi, Emese Cuhorka

Eine Veranstaltung des Internationalen Auschwitz Komitees in Kooperation mit dem TAK Theater im Aufbau Haus aus Anlass des 71. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz am 27. Januar 2016.

Termine

So 24.01.2016 | 19:30 Uhr
Eintritt: 
13 €, erm. 8 €

Veranstalter

tak Theater Aufbau Kreuzberg