ENTFÄLLT! / Genozid an Rom*nija in der Ukraine 1941-44

Ausstellungseröffnung

Während des Zweiten Weltkrieges haben die deutschen Besatzer in der Ukraine weit über 10.000 Rom*nija ermordet. Doch im Gedächtnis von Deutschen wie Ukrainer*innen ist dieser Völkermord kaum verankert. Mangels schriftlicher Überlieferungen droht die Erinnerung daran, jedenfalls aus der Opferperspektive, verloren zu gehen.

Im Jahr 2018 hat ein internationales Projekt, bestehend aus deutschen und ukrainischen Teilnehmer*innen, Dutzende von Zeitzeug*innen in der Ukraine getroffen. Die Überlebenden sprachen vom Leid, das ihnen widerfuhr, aber auch vom Widerstand, den sie oder ihre Angehörigen leisteten. Sie berichteten von Zusammenarbeit mit dem Feind, aber auch von Solidarität durch ihre Nachbar*innen.

Die Ausstellung gibt die zentralen Aussagen der Interviews mit den Zeitzeug*innen wieder, ergänzt durch Informationen zum Verlauf des Genozids, zur (verzögerten) Aufarbeitung, aber auch zur heutigen Situation der Rom*nja in der Ukraine und in Deutschland.

Veranstaltung am 30. März:

Mikhail Tyaglyy, Ukrainisches Holocaust-Forschungszentrum, Kiew: Genozid an Rom*nija in der Ukraine.
Romani Phen Archiv: Antiziganismus in Deutschland (Video).
Sonja Kosche (Netzaktivistin ): Ostfront: Rechtsextreme Vernetzungen zwischen Deutschland und der Ukraine.
Anja Reuss (Zentralrat Deutscher Sinti und Roma): Aktuelle Situation der Rom*nja in der Ukraine.

 

Eröffnung: 30. März 2020, 19.00 Uhr.
Öffnungszeiten 31.03.-14.04.: Mo-Sa, 13.30-18.30 Uhr.

Termine

Mo 30.03.2020 | 19:00 Uhr
Eintritt: 
Eintritt frei