Bodenproben Berlin. Die letzten 12.000 Jahre

Audiovisuelle Rauminstallation
von Uwe Gössel, Wolfgang Menardi, Niclas Reed Middleton, Mark Polscher, Bernhard Siegl und Sven Sappelt

Die jüngste Eiszeit endete vor 12.000 Jahren. Bis dahin lag Berlin unter einer über 200 Meter dicken Eisdecke. Der Fernsehturm wäre kaum zu sehen gewesen. Die Folgen der Kaltzeit sind bis heute erkennbar. Prenzlauer Berg und Kreuzberg waren die Abbruchkanten der Gletscher und Berlins Mitte war das Becken für das Tauwasser, bis heute fließt die Spree. Schlamm, Sand und Geröll, aus Skandinavien hier her geschoben, bilden bis heute die realen Grundlagen für das Leben in Berlin. Es liegt aber noch mehr im Boden. Wissen, Erfahrungen und gelebtes Leben über unzählige Generationen hinweg.

Was hat die erdgeschichtlich kurze Dauer seit das Eis geschmolzen ist mit unserer heutigen Gesellschaft zu tun? Welchen Zusammenhang gibt es zu Klimawandel und Anthropozän? Wie lässt sich das im Boden Gespeicherte erfahren, wie berühren? Und welche Bedeutung hat diese Auseinandersetzung für unsere Zukunft?

Ein Dokumentarfilmer, ein Komponist und Musiker, ein Bühnenbilder, ein Kurator und ein Autor haben die Vielschichtigkeit des Berliner Bodens mit ihren künstlerischen Disziplinen erforscht. Die audiovisuelle Rauminstallation „Bodenproben Berlin“ vereint am Kreuzberger Moritzplatz die verschiedenen Perspektiven und inhaltlichen Zugänge zu einer Wunderkammer um die vielen Ebenen zu begreifen: Filme, eine 8-Kanal Klanginstallation, Exponate des Stadtmuseums und bislang unbekannte Bilder von Berlin. Dazu: Workshops, Diskussionen und Vorträge.

In Zusammenarbeit mit:
Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz – Landesgeologie
Stiftung Stadtmuseum Berlin 
Landesmuseum für Kultur und Geschichte Berlins – Fachbereich Naturwissenschaftliche Sammlung

Gefördert durch:
Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

Öffnungszeiten: 13.09.-03.11.19, täglich von 19.00 bis 22.00 Uhr

Termine

Fr 13.09.2019 | 19:00 Uhr
Eintritt: 
Eintritt frei