Imrich Tomás. Alfred Ullrich. Arakhelpes. Begegnungen

Ausstellung

Zum jeweils siebzigsten Geburtstag der Künstler Alfred Ullrich und Imrich Tomáš präsentiert die Galerie unter dem Titel Arakhelpes (Begegnung) eine retrospektive Auswahl der Werke von beiden. Mit ihrer zumeist abstrakten Kunst setzen sie sich auf sehr eigene Weise mit ihrem Leben auseinander. Die Kunst bedeutet, einen Dialog mit ihrer Vergangenheit wie auch mit ihrem Publikum einzugehen, sie bedeutet Auseinandersetzung und Befreiung gleichermaßen. Während sich Imrich Tomáš in seiner Arbeit zunehmend vom Figurativen wie auch vom Zweidimensionalen befreit hat - hin zu zarten und vielfältige Naturkörpern in Form seiner einzigartigen Reliefs - ergänzt Alfred Ullrich seine profunde abstrakte Grafik mit mal ironischen und oft verletzlichen Verweisen auf seine Herkunft und die Verfolgungsgeschichte seiner Familie. Erstmalig in Berlin sind seine Illustrationen zu dem Buch Ursitory des französischen Autors Mateo Maximoff zu sehen, welches zu den wichtigsten literarischen Zeugnisse der Minderheit zählt. Alfred Ullrich gelingt es, die dichte Atmosphäre des Textes in seinen Radierungen aufzunehmen, ohne der Phantasie der Betrachter seine vorgefertigte Wirklichkeit aufzustülpen. Neben diesen Werken schafft es Tomáš, in seinen skulpturalen, meist leuchtend farbigen Bildwerken eine eigene Gesetzmäßigkeit zu entwickeln, denen die Werke folgen, als wären sie Produkte eigener evolutionär-natürlicher Regeln. Beide Künstler der Galerie Kai Dikhas sprechen ihre eigene reiche (Kunst-)Sprache: ein stilsicherer und erfahrener Umgang mit ihren künstlerischen Mitteln, der seinesgleichen sucht und seit Jahren fester Bestandteil des Galerieprogramms ist.

Die Künstler zeigen ihre Fundstücke auf dem Weg der Kunst und würdigen mit Arakhelpes gleichzeitig die Galerie als einen Ort der Begegnung und Entdeckung. "Arakhel" bedeutet auf Romanes nicht nur das "sich finden", was bezogen auf Kunst an Pablo Picassos berühmten Ausspruch "Ich suche nicht, ich finde" erinnern mag, sondern es bedeutet auch "sich schüt¬zen", was die Aufgabe der Galerie als geschützten Raum der Kunst anspricht: ein Raum der Begegnung zwischen Mehrheit und Minderheit, zwischen Künstlern und ihrem Publikum, ein Ort des freien Austausches in einer zunehmend divergierenden Welt.

Öffnungszeiten: Mi - Sa 14:00-18:00 Uhr und nach Vereinbarung

Termine

Sa 26.05.2018 | 14:00 Uhr bis Fr 31.08.2018 | 18:00 Uhr
Eintritt: 
Eintritt frei